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Auf dem Pfad der Religion.... (1 Leser) (1) Gast


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THEMA: Auf dem Pfad der Religion....
#32896
Auf dem Pfad der Religion....
(09.09.2011 14:30)  
 


Angeregt durch den Wicca-Thread von Wagga mag ich an dieser Stelle Jiddu Krishnamurti vorstellen.
Jiddu lebte im letzten Jahrhundert. Er wurde in einem Alter von 7 Jahren von einem Theosophen (Diese versuchten alle Weltreligionen zu vereinen) an einem Strand von Indien entdeckt. Der Junge strahlte in einer ungewöhnlichen Art und Weise. Man nahm ihn mit, er wurde von den Theosophen ausgebildet und sehr lange Zeit galt Jiddu als nächster Matreya, also nächster Gesandter von Gott (so gesehen Jesus' Nachfolger). Für ihn wurde extra ein order, "The order of the Star in the East" gegründet.
 
Doch es kam alles anderes, denn am 03.08.1929 hielt er folgende Rede:
„Ich behaupte, dass die Wahrheit ein pfadloses Land ist und dass es keine Pfade gibt, die zu ihr hinführen – keine Religionen, keine Sekten. Das ist mein Standpunkt, den ich absolut und bedingungslos vertrete. Die Wahrheit ist grenzenlos, sie kann nicht konditioniert, sie kann nicht auf vorgegebenen Wegen erreicht und daher auch nicht organisiert werden. Deshalb sollten keine Organisationen gegründet werden, die die Menschen auf einen bestimmten Pfad führen oder nötigen. Wenn ihr das einmal verstanden habt, werdet ihr einsehen, dass es vollkommen unmöglich ist, einen Glauben zu organisieren. Der Glaube ist eine absolut individuelle Angelegenheit und man kann und darf ihn nicht in Organisationen pressen. Falls man es tut, wird er zu etwas Totem, Starrem; er wird zu Gier, zu einer Sekte, einer Religion, die anderen aufgezwungen wird. […] Ich möchte keiner spirituellen Organisation, ganz gleich welcher Art, angehören, und ich bitte euch, das zu verstehen. Ich betone noch einmal, dass keine Organisation einen Menschen zur Spiritualität führen kann. Wenn eine Organisation zu diesem Zweck gegründet wird, so wird sie zu einer Krücke, die euch schwächt, zu einem Gefängnis. Solche Organisationen verkrüppeln das Individuum, hindern es daran zu wachsen und seine Einzigartigkeit zu leben, die ja darin liegt, dass es ganz alleine diese absolute, uneingeschränkte Wahrheit entdeckt. Das ist ein weiterer Grund dafür, dass ich mich – da ich der Präsident des Ordens bin – entschlossen habe, den Orden aufzulösen. Niemand hat mich zu dieser Entscheidung gedrängt oder überredet. Das ist keine großartige Tat, denn ich will keine Jünger oder Anhänger; ich meine das so, wie ich es sage. In dem Moment, in dem man beginnt, jemandem zu folgen, hört man auf, der Wahrheit zu folgen.“
 
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Jiddu_Krishnamurti 
 
Er löste also mit diesen Worten seinen Orden auf.
 
Vor einiger Zeit hatte ich eine nette Diskussion mit einer Bekannten, die Christin ist. Sie sagte etwas ganz entscheidenes:
"Menschen brauchen Religionen, um überhaupt an etwas zu glauben. Zwar ist dies der engste Weg, den sie nehmen können, aber es ist auch ein Weg der Sicherheit."
 
Und damit hat sie vollkommen recht, denn z.B im Christentum herrschen viele strenge Regeln und Riten, die seit Jahrtausenden weiter gegeben werden. Es ist etwas, was bekannt ist, was man kennt, vor dem man also keine Angst zu haben braucht, und was man macht, weil die Vorfahren es auch schon gemacht haben.
Aber genau hier sind wir an dem Punkt, an dem Jiddu schreibt, dass der organisierte Glaube etwas Totes ist.
Ergo sind organisierte Religionen dafür da, den Menschen auf einem Pfad zu halten, ihn zu manipulieren und ihn sogar vom direkten Weg zu Gott durch Regeln und durch Einschüchterung abzubringen.
 
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#32904
Aw: Auf dem Pfad der Religion....
(09.09.2011 17:48)  
 


Liebe Eiriz, das ist ein guter Thread und Krishnamurti hat bestimmt Recht.
 
Jede Form von Religion in dieser Welt, unterliegt einer Organisation.
Aber so sind nun mal Menschen, die es gewohnt sind, immer Strukturen in Leben zu haben, die einen innerlich nicht frei machen.
 
Ich persönlich habe längst das Handeln im Glauben einer Religion beendet.
Der innere Drang zur Freiheit war einfach größer und ich sehe die Wahrheit eher im Wissen, was von einem selbst kommt und nicht das, was mir eine Religion vorgaukeln will.
 
Größte Streiterreien, Meinungen sind ander Tagesordnung, wenn es um Religion oder Glauben geht...und dann ist es Egal, ob es ne Kirche im Christentum sit, der Islam ist oder sogar ein Guru, wie Osho einer war.
Das hat was mit Gehirnwäsche zu tun und man kann völlig verpeilt durchs Leben gehen.
 
Ich sehe selbst die Esoterik als eine Ersatzreligion an. Hier sind Meinung und Glauben in verschiedenster Natur ebenso gegeben, die nicht zur eigenen Wahrheit führen.
 
Aber was sollen die Menschen machen, die innerlich keinen Zugang haben, sich weniger spüren und doch gerne was Glauben wollen und sich dabei in Einweihungen verrennen und für diese Gruppen einfach das Höchste ist-
 
Ich denke und weiß, Strukturen töten das innere Wissen und die innere Freiheit einfach ab.
Der Mensch erfährt sich somit in seinen Konditionierungen, bekommt einen Lebensmantel, den er sich selbst kreiert und lebt heftig danach.
 
Jede Form von Organinsation schnürrt ab, von dem, was wir wirklich sind und leben könnten...
 
Liebe Grüße Hengst
 
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#32911
Aw: Auf dem Pfad der Religion....
(09.09.2011 19:43)  
 


Hallo Hengst, weil Du den Islam ansprichst, den Koran, weißte was da drin steht???
Genau das was Eiriz hier zitiert hat von "Jiddu Krishnamurti":03.08.1929 hielt er folgende Rede:
„Ich behaupte, dass die Wahrheit ein pfadloses Land ist und dass es keine Pfade gibt, die zu ihr hinführen – keine Religionen, keine Sekten. Das ist mein Standpunkt, den ich absolut und bedingungslos vertrete. Die Wahrheit ist grenzenlos, sie kann nicht konditioniert, sie kann nicht auf vorgegebenen Wegen erreicht und daher auch nicht organisiert werden. Deshalb sollten keine Organisationen gegründet werden, die die Menschen auf einen bestimmten Pfad führen oder nötigen. Wenn ihr das einmal verstanden habt, werdet ihr einsehen, dass es vollkommen unmöglich ist, einen Glauben zu organisieren. Der Glaube ist eine absolut individuelle Angelegenheit und man kann und darf ihn nicht in Organisationen pressen. Falls man es tut, wird er zu etwas Totem, Starrem; er wird zu Gier, zu einer Sekte, einer Religion, die anderen aufgezwungen wird. […] Ich möchte keiner spirituellen Organisation, ganz gleich welcher Art, angehören, und ich bitte euch, das zu verstehen. Ich betone noch einmal, dass keine Organisation einen Menschen zur Spiritualität führen kann. Wenn eine Organisation zu diesem Zweck gegründet wird, so wird sie zu einer Krücke, die euch schwächt, zu einem Gefängnis. Solche Organisationen verkrüppeln das Individuum, hindern es daran zu wachsen und seine Einzigartigkeit zu leben, die ja darin liegt, dass es ganz alleine diese absolute, uneingeschränkte Wahrheit entdeckt. Das ist ein weiterer Grund dafür, dass ich mich – da ich der Präsident des Ordens bin – entschlossen habe, den Orden aufzulösen. Niemand hat mich zu dieser Entscheidung gedrängt oder überredet. Das ist keine großartige Tat, denn ich will keine Jünger oder Anhänger; ich meine das so, wie ich es sage. In dem Moment, in dem man beginnt, jemandem zu folgen, hört man auf, der Wahrheit zu folgen.“
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#32921
Aw: Auf dem Pfad der Religion....
(09.09.2011 22:48)  
 


.. jaja wohl ein weiser Mann ....irgendjemand postete hier ma einige Videos.. von Reden...
 
hmm aber was nützt es...es werden sowieso nur diejenigen den weg finden die Ihn finden wollen.. 
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#32935
Aw: Auf dem Pfad der Religion....
(10.09.2011 12:37)  
 


Was versteht ihr unter Religion?
 
religio, wörtlich: "die Ehrfurcht"
 
Wird manchmal auch übersetzt mit "wieder verbinden mit Gott".
 
 
 
Somit kann ich in der Religion nichts schlechtes erkennen.

So sehr ich auch hinschaue.

 
Ganz liebe Grüße
 
Bernhard

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#32937
Aw: Auf dem Pfad der Religion....
(10.09.2011 13:10)  
 


- jede religion - 
 
ist auch nur ein mittel zum zweck ...
ist auch nur den weg zu sich selbst ... 
zu gott in sich 
 
 
alles liebe 
marion
{#lach2}
 
Letzte Änderung: 10.09.2011 13:14 von .
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