Aw: Brief aus Spanien (1 Leser) (1) Gast
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THEMA: Aw: Brief aus Spanien
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Brief aus Spanien
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(15.10.2011 20:16)
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Dieser Beitrag hat mich so betroffen gemacht, das ich ihn von Herrn Söhnke Brandtschwert abgekupfert habe, der wiederrum darauf hinweist, das man den brief verteilen soll
Dieser Beitrag in der Gruppe Mastin Espanol hat mich so sehr berührt, dass ich ihn einfach hier herein kopieren musst... "Wir haben diesen Brief erhalten, er stammt von einem Angestellten einer Perrera und möchten Ihn gern übersetzt zur Verfügung stellen. Vielen Dank für die Zeit, die Ihr Euch nimmt um seine Zeilen zu lesen. Hut ab, Jazz, Danke für Deine Worte! Sie haben mich sehr bewegt und ich habe Deinen Brief sehr gerne übersetzt. Brief von einem Arbeitnehmer aus einer Perrera Ich glaube, unsere Gesellschaft braucht ein Weckruf. Als Leiter einer Perrera , werde ich was mit Euch teilen ... ein Blick von "innen", wenn Ihr mir erlaubt. Zunächst an alle Züchter und Verkäufer von Hunden, Ihr solltet zumindest einen Tag in einer Perrera arbeiten. Wenn Ihr vielleicht den traurigen, verlorenen Blick in den Augen der Hunde seht, würdet Ihr Eure Meinung ändern und nicht an Menschen verkaufen, die ihr gar nicht kennt. Gerade diese Welpen könnten am Ende in meiner Perrera landen, wenn er nicht mehr ein süßes Hundebaby ist. Wie würdet Ihr euch fühlen, wenn Ihr wüsstet, dass es eine 90%ige Chance besteht, dass dieser Hund nie mehr aus dem Zwinger kommt, wenn er erstmal hier landet? 50% der Hunde, die hier abgegeben werden oder verirrt rum laufen sind reinrassige Tiere. Hier die häufigsten Ausreden die ich höre, sind: "Wir sind umgezogen und ich kann unseren Hund / unsere Katze nicht mitnehmen." Wirklich? Wohin ziehen Sie denn und warum suchen Sie sich nicht eine Wohnung oder ein Haus in dem sie mit ihrem Tier leben können? "Der Hund wurde größer, als wir dachten." Und was dachten Sie denn wie große ein deutscher Schäferhund wird???? "Ich habe keine Zeit mehr für das Tier". Wirklich? Ich arbeite 10 oder 12 Stunden am Tag und ich habe immer noch Zeit für meine 6 Hunde. "Er zerstört meinen ganzen Garten " Also, warum haben Sie ihn nicht im Haus mit der Familie? Dann sagen sie immer: "Wir wollen nicht nerven und darauf beharren, dass Sie ihm ein gutes Zuhause suchen, denn wir wissen, dass sie ihn adoptieren werden, er ist nämlich ein guter Hund.“ Das Traurige daran ist, dass Dein Haustier nicht adoptiert wird und weißt Du, wie stressig es in einem Zwinger ist? Nun, lass es mich Dir mal erklären: Dein Tier hat 72 Stunden Zeit eine neue Familie zu finden. Manchmal ein wenig länger, wenn die Zwinger nicht so voll sind und er völlig gesund bleibt. Wenn Dein Tier sich erkältet, stirbt es. Die Katzen sehen ihrem sicheren Tod entgegen. Dein Haustier wird in einen kleinen Käfig eingesperrt, umgeben vom lauten Bellen und Schreien von 25 anderen Tieren. Dein Haustier wird weinen und deprimiert sein und auf seine Familie warten, die ihn verlassen hat. Wenn Dein Tier Glück hat und es genügend Freiwillige gibt, könnte es sein, dass er mal ausgeführt wird. Wenn nicht, wird Dein Haustier keinerlei Aufmerksamkeit erhalten, abgesehen von einem Teller mit Essen welcher unter die Zwingertür geschoben wird und eine Dusche mit Wasser, um die Exkremente raus zu spülen. Wenn Dein Hund groß, schwarz oder einer Kampfhundrasse (Pit Bull, Dogge ...) angehört hast Du ihn in den sicheren Tod geführt in dem Augenblick in dem Du mit ihm durch die Tür gekommen bist. Diese Hunde werden in der Regel nicht angenommen. Egal wie "süß" oder wie "trainiert" er ist. Wenn Dein Hund nicht in den 72 Stunden adoptiert wird und die Perrera voll ist wird er sterben. Wenn die Perrera nicht voll ist und Dein Hund attraktiv und süß ist, kann man möglicherweise seine Hinrichtung verzögern, aber nicht für lange. Die meisten Hunde werden sofort umgebracht, wenn sie sich aggressiv zeigen, aber selbst der ruhigste Hund kann solch ein Verhalten zeigen, wenn er eingesperrt wird und die Veränderungen seines Umfeldes nicht verträgt. Wenn Dein Hund sich mit Zwingerhusten infiziert (Canine infektiöse Tracheobronchitis) oder einer anderen Infektionen der Atemwege, wird er unverzüglich getötet, einfach weil wir keine Ressourcen haben, um Therapien in Höhe von 150,-- € zu bezahlen. Und nun möchte ich Euch was über die Euthanasie schreiben für all die, die noch nie erlebt haben, wie ein vollkommen gesundes Tier umgebracht wird: Als erstes werden die Hunde mit einer Leine aus ihrem Zwinger geholt, sie denken, dass sie spazieren gehen werden und wedeln mit dem Schwanz. Bis wir in "den Raum" kommen, dort bremst jeder Hund ab. Ich bin davon überzeugt, dass sie den Tod und alle verlorenen Seelen riechen, die dort sterben mussten. Es ist seltsam, aber es passiert mit jedem von ihnen. Dein Hund oder deine Katze wird von 1-2 Menschen gehalten, je nachdem wie nervös oder groß das Tier ist. Dann wird jemand von der Verwaltung oder ein Tierarzt den Sterbeprozess einleiten. Es wird eine Ader in ihrem Vorderbein gesucht eine Dosis einer "pinken Substanz" injiziert. Hoffentlich ist Dein Haustier nicht scheu, wenn es von mehreren gehalten wird. Ich habe Hunde gesehen, die sich die Kanüle raus gerissen haben und in ihrem Blut gebadet haben, begleitet von lauten Weinen und Schreien. Viele schlafen nicht einfach ein, sie krampfen und ringen nach Luft und koten sich ein. Wenn alles fertig ist, wird Dein Tier wie ein Stück Holz gestapelt auf die anderen Hunde, die schon in der Gefriertruhe liegen, um darauf zu warten wie Abfall abgeholt zu werden. Was passiert als nächstes? Wird es eingeäschert oder begraben? Wird es als Tierfutter verarbeitet? Du wirst es nicht erfahren, aber es war ja nur ein Tier und Du kannst Dir ja jederzeit ein Neues holen, richtig? Ich hoffe, wenn Du bis hierher gelesen hast, dass sich Deine Augen getrübt haben und Dir die Bilder nicht aus dem Kopf gehen, denn ich sehe sie jeden Tag, wenn ich nach Hause komme von der Arbeit. Ich hasse meinen Job, ich hasse es dass es ihn überhaupt gibt und ich hasse es zu wissen, dass es ihn weiterhin geben wird, wenn ihr Euch nicht ändert. Zwischen 9 und 11 Millionen Tiere sterben weltweit jeden Tag in den Perreras und nur Du kannst das stoppen. Ich mache alles mögliche, um jedes Leben zu retten, aber die Tierheime sind immer voll und jeden Tag gibt es mehr Tiere die rein kommen als die die raus dürfen. Bitte züchte oder kaufe nicht, solange Hunde in den Perreras sterben. Hasse mich, wenn Du möchtest. Die Wahrheit tut immer weh und das ist nun mal die Realität. Ich hoffe nur, dass ich mit diesem Brief die Menschen erreichen kann, die züchten, ihre Tiere aussetzen oder wahllos kaufen. Ich wünschte, jemand würde zu mir auf die Arbeit kommen und sagen: "Ich habe ihren Brief gelesen und möchte ein Tier adoptieren". Dann hätte sich alles gelohnt. Bitte, wenn Du möchtest, dass sich das ändert, verteile meinen Brief großzügig. Jazz M. Onster. "
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Aw: Brief aus Spanien
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(20.10.2011 13:04)
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Hallo, Mafaiza!
Ich kenne diese Zustände und sie machen mich ebenso betroffen, aber ich habe schon drei Hunde, teilweise stammen sie auch aus dem Ausland.
Ich hoffe nur, dass alle den Menschen, die dieses Unglück in welcher Form auch immer zu verantworten haben oder daran beteiligt sind, irgendwann schmerzlich bewußt wird, wie sie sich verhalten haben. Nichts passiert umsonst und sie mögen Angst haben vor dem Tag der Erkenntnis.
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Aw: Brief aus Spanien
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(20.10.2011 14:55)
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2009 wurde die Leitung der Perrera Palencia an den Verein "Esperanza Animal" übergeben, welcher aus der Tötung ein Heim für Hunde und Katzen machte. Cristina, die Vorsitzende und Leiterin des Heimes arbeitete mit sehr viel Verantwortung. Sie kümmerte sich, suchte neue Stellen, baute eine Quarantäne, fingt an mit einheimischen und ausländischen Tierschutzvereinen zu arbeiten, vermittelte, Kastrierte, klärt auf.... doch leider, wie das so ist, wenn man mit Lebewesen arbeitet, entstehen manchmal hohe Kosten, wenn die Tiere krank oder verletzt sind. In den letzten 2 Jahren musste sie einige Hunde mit Knochenbrüchen, die angefahren wurden, in einer Klinik unterbringen... oder im Juni... da bekam sie drei Galgos rein, deren Pfoten verbrannt waren.
Cristina sammelte eine ganze Menge Schulden an, bis die Stadt Palencia (die lediglich 1000€ im Monat zuschoss, für durchschnittlich 150 Hunde und 50 Katzen reichte das Geld nichtmals für das Futter!) eingriff und die Leitung einem anderen Verein zugebilligt wurde. Seit September nun ist sie nicht mehr dort, darf die 65 Hunde, die sie zurück lassen musste, weil sie keine Pflege- oder Endstellen gefunden hat, nicht mehr besuchen.... die neue Leitung weigert sich mit ausländischen Vereinen zusammen zu arbeiten, weil man ja angeblich die Hunde in Deutschland misshandeln und töten würde (klar... ich zahl auch 90€ Transportkosten, um dann nen Hund tot zu schlagen^^), sie vermitteln zur Jagd unfähige Jagdhunde wieder zurück an Jäger, haben nur Samstags ab und an mal geöffnet und das Tierheim quillt mittlerweile, nach nur 2 Monaten, aus allen Nähten.
Und niemand weiß, ob es nicht doch eines Tages wieder so viele Hunde sind, dass dort die Töterei wieder aufgenommen wird :(
Wir haben selber drei Hunde aus Palencia:
Thor, als er ankam:
Thor heute:
Einstein, als er ankam:
Einstein heute:
Und unser Pflegehund Thea, ebenfalls, als sie ankam:
Und heute:
Thor und Einstein waren beides Tötungskandidaten, sie hatten aber das Glück, dass "Esperanza Animal" dann die Perrera übernommen hat. Trotzdem hat es bei Thor noch anderthalb und bei Einstein zwei Jahre gedauert, bis sie ein zu Hause gefunden haben.
Und Thea.... sie war eine von den Hunden, die noch vor Übernahme des neuen Vereines das Tierheim verlassen durfte... wer weiß, ob sie sonst irgendwann wieder auf der Tötungsliste gestanden hätte....
Wir, mein Freund und ich, haben beschlossen, dass wir Cristina, die derzeit noch 14 Hunde in ihrer Obhut hat, von denen ein Teil in Pflegestellen und ein anderer Teil in einer Pension lebt, zu unterstützen und haben vor kurzem die Interessengemeinschaft "Palencia - Hunde" gegründet.
Vielleicht mag ja hier der ein oder andere helfen?
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Letzte Änderung:
20.10.2011 14:59 von
Eiriz.
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