Tja, was an Erfahrungen angeht mit den Harz4-Ämter, scheiden sich da die Geister...
Ich war auch guten Willens und vorbehaltlos den Ämtern gegenüber eingestellt, bis ich meine eigene, Leibhaftige Erfahrungen machte...
Ich musste mir, als ich notgezwungen beim Harz4-Amt vorstellig sein musste, mich vom übelstlaunigen Verwaltungsangestellen anschnautzen lassen, beleidigen lassen, wüsteste Unterstellungen gefallen lassen und - dabei trotzdem stets freundlich und gefasst verhalten, ansonsten gibt es einen Eintrag in die Akte die bis in aller Zukunft darin stehen bleiben und weiteres "Behandeln" beeinflussen...
Es ist inzwischen allgemein bekannt, das die Verwaltungsangestellten in Harz4-Ämter geschult werden, zu versuchen, die Antragsteller in irgend einer Weise erst mal abzuwimmeln und einzuschüchtern, Anträge und Zahlungen so lange wie irgendmöglich hinauszuzögern, zu kürzen, abstriche zu machen und Leistungen abzulehnen.
Der Staat gibt scheinbar mehr Geld aus, den Verwaltungsapparat darauf zu trimmen, das sie die Statistiken der Arbeitslosen und Harz4-Empfänger so klein wie nur irgendmöglich zu halten und Verwaltungsangestelten zu schulen, die Leuten entsprechend zu "behandeln" und "abzufertigen", als "Abschreckung" die es vielleicht ja doch nicht soo nötig haben und sich abwimmeln lassen.
Meine persönliche Erfahrungen mit Arbeitsämter und Sozialämter quer durch die Republik sowohl in Rheinland-Pfalz, Hessen, Niedersachsen, Hamburg und Schleßwig Holsten - war stets fast Spiegelgleich: Übellaunige, motzige, angepisste Angestellte, herablassendes Verhalten und Sprache, Abwertung und Unterstellungen, verlogen - immer erst einmal "nein" sagen, "geht nicht", "ist nicht drinn", "sie bekommen nix", "gibts nicht" ....
Ich hatte Angestellte vor mir gehabt in einem Sozialamt, die mich angemault hat, als ich mich über Um- und Nachschulungen informierte, ich solle gefälligst putzen gehen wenn mir mein Job nicht passt, Seelenmüllausbrüche wie, das sie jeden Tag lauter solche Sozialschmarotzer abarbeiten müsse und ob ich mir vorstellen könne das ihr das Spaß mache, und musste mir ins Gesicht anschreien lassen wie "bevor SIE auch nur einen Cent Sozialhilfe bekommen, bekommen mindestens 10 andere VOR ihnen Geld, sie haben es gar nicht nötig!"
Für MICH - ist es absolut FAKT: Es herrscht in den Sozialämter TATSÄCHLICH unwürdigste Behandlungen und Bedingungen. Es WIRD erst malversucht einzuschüchtern und abzuwimmeln. Die Gespräche gehen ZUERST in der Richtung abzufragen, auf welche Weise man sich auf ANDERE WEISE sich über Wasser halten kann, ob nicht zuerst die Familie und Freunde finanzieren können, ob es nicht die Möglichkeit bestehe sich bei der Bank ein Kredit (!!!!) aufzunehmen um davon leben zu können! Lässt man sich trotz aller Unfreundlichkeiten und Abfragen dennoch nicht abwimmeln, dann wird mit reichlich widerwillen und motzigen, genervten Gesichtsausdruck und fahrige Gebahren halt den Antrag auf Sozialhilfe herausgeholt.
DAS - ist Fakt.
"Die Würde des Menschen ist unantastbar" - steht nur auf Papier geschrieben und Papier ist Geduldig.
Die REALITÄT - sieht anders aus.
Gruß
Aquajade