Tachjen euch allen :)
Glaube, Liebe und Hoffnung - Für mich drei Aspekte die unmittelbar aus dem Herzen kommen. Sie stärken, geben Sicherheit und können heilend wirken.
Allesamt sind meiner Meinung nach wichtig und gut, wenn sie im richtigen Gleichgewicht vorhanden sind.
Der Glauben kann sehr stark sein. Man kann an eine Person glauben, man kann an sich selbst glauben und man kann an eine Religion oder Weltanschauung glauben. All das beinhaltet aber wie Hengst schon sagt, eine gewisse "Unwissenheit". Man vertraut einfach seinem Gefühl und/oder der Sache an sich ohne weiter zu hinterfragen. Ich persönlich finde das aber in keinster Weise schlimm oder schlecht. Ein gewisser Glaube kann einem viel Sicherheit geben und sehr beflügelnd auf einen selbst und die Umwelt wirken - Vorausgesetzt man beisst sich nicht zu sehr dran fest.
Wenn die eigene Sicherheit z.B. nur vom eigenen Glauben getragen wird, dann neigt man sehr schnell zu starren Sichtweisen und lässt kaum "andere Götter" neben den eigenen zu. Schließlich bedrohen sie die eigene Sicherheit.
Die Hoffnung beinhaltet für mich eine Art des Glaubens. Ich glaube daran, dass sich etwas ändern kann bzw. ich etwas schaffen kann. Wenn ich z.B. in Bremen bin und die letzte Bahn nach Hamburg in 5 Minuten fährt, ich aber noch mindestens 10 Minuten zu Fuß brauche, kann ich die Hoffnung haben, dass wenn ich renne ich die letzte Bahn noch bekomme und nicht 7 Stunden in Bremen nächtigen muss. Ich glaube also daran, dass ich es noch schaffen kann, auch wenn die Chancen eher schlecht stehen *G* - Also in dem Sinne so eine Art "Notfallglauben". Der Glauben an sich gibt mir allgemein Kraft und kann Sicherheit schaffen, die Hoffnung hilft mir meine Kräfte zu sammeln und gezielt nochmal einzusetzen, auch wenn ich grade in einer kräftezehrenden Situation bin.
Ein Übermaß an Hoffnung ist dementsprechend aber auch nicht gut, wenn ich immer nur vorausschaue und hoffe das alles besser wird oder sich eine Situation verändert, laufe ich Gefahr stehen zu bleiben und mich nicht mehr zu verändern.
Als drittes im Bunde haben wir die Liebe :) Wer kennt sie nicht? Eine wirklich sehr starke Herzkraft, wenn nicht DIE Herzkraft überhaupt. Es gibt soviel was man lieben kann: Eine Person allem voran, aber auch eine Sache oder eine Handlung. Die Liebe trägt nicht nur dazu bei, dass ich all meine Kräfte effektiv ausrichten, sondern auch noch richtig schön Kraft sammeln kann bei dem was ich tue. Für mich übrigens eng verknüpft mit der Leidenschaft, die hier ja aber nicht auf der Liste steht *G*
Aber auch Liebe kann zuviel sein. Wenn die eigene Sicherheit z.B. komplett von der Liebe zum Partner abhängig ist und man sich selbst somit vom Partner abhängig macht. Dies führt nur allzuoft in ein Ungleichgewicht in einer Beziehung, welches auf Dauer oft nicht getragen werden kann. - Selbstliebe finde ich hier einen wichtigen Begriff der doch gerne mal außer Acht gelassen wird.
Ich finde Glaube,Liebe und Hoffnung sind 3 wunderschöne Fähigkeiten die unser Herz mit sich bringt und die allesamt sehr wertvoll sind. Wie mit allem macht natürlich die richtige Portionierung den Gaumenschmaus der Gefühle aus *G* Zuviel ist nie gut, genauso wie zuwenig. Dann gilt es natürlich nur noch für jeden, seine richtige Portionierung zu finden - Aber dafür haben wir ja genug Zeit und Übung macht den Meister *G*
Viele herzkräftige Grüße
Shayesda