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Ist es möglich 100% authentisch zu leben? (1 Leser) (1) Gast


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THEMA: Ist es möglich 100% authentisch zu leben?
#43685
Aw: Ist es möglich 100% authentisch zu leben?
(30.06.2018 02:40)  
 


Liebe FreeMySpirit,
 
ich möchte auf Dein Beispiel mit dem Job eingehen: Wenn man etwas tut, was man eigentlich nicht tun möchte, aber trotzdem ausführt, weil es ein Vorgesetzter angeordnet hat, ist das - ganz isoliert betrachtet - nicht authentisch. A b e r , da gibt es ja noch den anderen Teil, nämlich den der Vernunft - und der hat, sofern die ausgeführte Handlung nicht verwerflich ist, auch seine Berechtigung und gehört doch auch zur Authentizität. In dem Sinne nämlich, dass Du vernünftig bist und weißt, was passieren würde, wenn du die Arbeitsverweigerung in allen zukünftigen Jobs praktizieren würdest. Es käme letztendlich nicht nur zu Hartz 4 - das wäre nur eine Zwischenstation - es würde darin enden, dass Dir auch das Jobcenter eines Tages nichts mehr zahlen würde, weil Du wegen Deiner vollkommenen Authentizität aus  j e d e r  Firma rausgeschmissen würdest. Und was wäre dann? Du müsstest vermutlich betteln gehen, denn selbst, wenn  Du eine eigene Firma eröffnest, wird das gleiche mit irgendwelchen Kunden passieren, die keine Geschäfte mit Dir machen wollen - und dies angesichts der Tatsache, dass Du überhaupt nichts Böses getan hast, sondern einfach nur offen und ehrlich gewesen bist.
Und selbst beim Betteln ist noch fraglich, ob Du da mit der Zeit auch genug bekommst, wenn Du  i m m e r  alles sagst, was Du denkst und auch danach handelst.
Ich glaube nicht, dass Dir der Himmel diese Aufgabe zugedacht hat oder sie gar selbst für sinnvoll hält.
Fakt ist: Man bezahlt für die Aufrichtigkeit - und es kann immer wieder mal richtig teuer werden. Doch das sollte einen nicht davon abhalten, denn wenn  j e d e r   a l l e  negativen Dinge ausführt, zu denen er angewiesen worden ist, wird die Welt bestimmt nicht schöner. Man muss wissen, was ethisch nicht mehr tragbar ist und wo für einen die Grenze ist. Spätestens ab da muss man sich halt verabschieden von einer Firma. Doch das ist der Extremfall, in der Regel lässt sich vieles diskutieren mit Vorgesetzten. Man muss es einfach ansprechen - dadurch wird zwar die Beliebtheit bei diesem Vorgesetzten nachlassen, aber was macht das schon? Wenn dieser ethisch verwerflich handeln will, ist man auf die Sympathie von so jemandem sowieso nicht erpicht. Es geht um höhere Werte - und die müssen schließlich von jemandem in der Welt vertreten werden. Und dieser Jemand kann nur die Person sein, die sie in der jeweiligen Situation sieht.
Für weniger gewichtige Dinge braucht man nicht seinen Job riskieren - damit meine ich z. B., wenn es sich nur um Organisatorisches bei der Arbeit dreht, ob da ein Vorgesetzer sich für die dümmere Lösung entscheidet, man selbst aber eine bessere Idee hat, die jedoch abprallt an dessen Willkür. Damit lässt sich leichter authentisch leben, denn zur Authentizität gehört ja schließlich auch die eigene Vernunft, die weiß, dass bei einer Arbeitsverweigerung der Job Vergangenheit gewesen ist und man sich der materiellen Konsequenzen bewusst ist.
Vieles, denke ich, wird alleine schon dadurch abgemildert, bzw. lässt einen in der Authentizität verweilen, in dem man das, was man nicht gut oder richtig findet, anspricht.
 
Und nun zum Stichwort "verzeihen": Verzeihen kann man nur einem Gegenüber, das sich auch aufrichtig für seinen Fehler entschuldigt hat und noch erklärt, wie es dazu kam, dass ihm dieser Fehler unterlaufen ist. Wenn beides passiert, sind die Chancen sehr groß, dass man dem Gegenüber verzeihen kann - denn diese beiden Dinge wirken wie ein geistiger Mechanismus, der sowohl Heilung und Verständnis bewirkt - und dann das Verzeihen automatisch einsetzt.
Es gibt lediglich einen Grund, der dies doch noch verhindern kann: Wenn die eigenen Gefühle, die z. B. bei einer seelischen Verletzung durch das Gegenüber entstanden sind, abgeblockt wurden. Dann muss man versuchen, diese Gefühle  a l l e  wieder bewusst zu machen. Denn wenn man nur noch einen total diffusen energetischen Knäuel spürt, von dem man noch nicht spürt, aus welchen Gefühlen er besteht, dann wirkt genau dieser "Knäuel" wie eine Mauer, die keine Offenheit, geschweige denn Liebe gegenüber demjenigen spürbar macht, der die Verletzung ausgelöst hat. Wenn aber dieser energetische Knäuel aufgelöst worden ist und damit alle Gefühle wieder bewusst sind, die bei der Verletzung gewirkt haben, dann ist man reif dafür, die Entschuldigung auch annehmen zu können - und vor allem, dass sie tatsächlich  w i r k t !
Sollte sich aber das Gegenüber nicht entschuldigen wollen - was nicht selten vorkommt, warum solltest Du dann jemandem verzeihen können? Deine Mauer und Ablehnung, die sich dann weiterhin hält, ist ein natürlicher Schutz, den die Schöpfung Deiner Seele gegeben hat. Wenn jemand Dich verletzt hat, hat er damit die Harmonie, man könnte es auch energetische Balance nennen, gestört. Diese Person hat sich etwas von der Achtung, die Dir gebührt, genommen. Wenn die Person das einsieht und sich  a u f r i c h t i g  entschuldigt bei Dir, dann hat sie Dir diese Achtung energetisch wieder zurückgegeben.
Und wenn das aber nicht passiert, bleibt Dir nur die Möglichkeit, Dir selbst Deine Achtung wiederzugeben, was in solch einem Fall aber automatisch eine Mauer zum Verletzter, dem Dieb Deiner Dir gebührenden Achtung, hochziehen lässt.
Es ist wie bei einem Besuch in Deiner Wohnung: Wenn Dir jemand etwas gestohlen hat und nicht zurückgibt, ist es vollkommen natürlich, dass Du diese Person nicht mehr in Deine Wohnung hineinlässt. Erst wenn sie Reue empfindet, sich entschuldigt und erklärt, warum sie das getan hat und Dir den Gegenstand zurückgibt , kannst Du auf's Neue Vertrauen entwickeln und Deine Wohnung für diese Person wieder öffnen.
Jemandem verzeihen zu wollen, ohne dass diese geistigen Mechanismen wirken konnten, ist nicht erstrebenswert - denn damit tust Du nicht nur Dir selbst etwas an, weil es absolut gegen die geistigen Gesetze ist, gegen die du handelst, sondern auch der anderen Person: Denn  d i e s e  hat durch ihre Tat eine Aufgabe bekommen, der sie nachkommen sollte. Wenn sie dies nicht tut, wird es ihr als Karma begegnen - die Schöpfung ist genauso konsequent wie die Natur. Nichts wird übersehen, alles hat Wirkungen und Konsequenzen...Warum aber solltest ausgerechnet  D u  etwas wollen, was nicht einmal die Schöpfung so will? Denn die will, dass der Täter etwas einsieht und den Schaden wieder gut macht! Er soll schließlich  l e r n e n  - und das solltest Du ihm nicht nehmen, in dem Du krampfhaft versuchst, ihm zu verzeihen, Dich dabei höchstens selbst belügst, wenn die Voraussetzungen für eine  e c h t e  Heilung der Tat überhaupt nicht gegeben sind.
 
Und zum Thema "Waffen": 
Es nützt Dir nichts, wenn D u  keine Waffen bauen oder besitzen wolltest - diejenigen, die nicht so friedliebend wie Du sind, h a b e n  Waffen - und zwar dafür, Dich ohne Gewissensbisse umzubringen. Und was glaubst Du denn, was die Schöpfung will, wer von beiden überleben soll? Du, die eine menschenfreundliche Gesinnung hat und nur Gutes in der Welt tun will - oder die Bösen, die Waffen haben und Dir nicht nur alles nehmen wollen, was Dir lieb und heilig ist, sondern Dich auch noch ohne mit der Wimper zu zucken vorher vergewaltigen und dann erst ermorden.
Glaubst Du, der Himmel favorisiert die Niederträchtigen? Glaubst Du, er will, dass sie die Menschheit ausrotten oder versklaven und dann ein Schreckensregime führen?
Glaubst Du, der Himmel hat den Menschen dazu geschaffen, dass er sich nicht wehrt, wenn ihm jemand etwas tun will?
Und ich wiederhole noch etwas von meiner letzten Antwort: Gäbe es keine Waffen, würde der
K ö r p  e r dafür eingesetzt werden. Denn auch der Körper wird regelmäßig als Waffe missbraucht - vor allem dann, wenn der Täter größer und schwerer ist als das Opfer.
Deshalb geht es im Grundsatz  n i e  um Waffen in Form eines Gegenstandes, sondern um  Ü b e r l e g e n h e i t ! Wie, ob mit dem Körper oder einem Gegenstand, ist vollkommen nebensächlich. Es stellen sich daher nur die Fragen:
Soll  d a s  gerecht und richtig sein, wenn die größere und schwerere Niedertracht siegt? Sollen Männer, wie in islamischen Ländern, über die Frauen herrschen, weil sie körperlich in der Regel stärker sind?
Gegen Waffen, bzw. für Unterlegenheit, kann man nur dann sein, wenn man es für richtig hält, dass das Böse herrschen darf und dieses ein Vorrecht gegenüber demjenigen hat, der das Gute vertritt.
Der Verzicht auf Waffen in Form eines Gegenstandes löst das Problem nicht - außer, man amputiert den Menschen die Arme und Beine sowie auch den Kiefer. Diese Konsequenz zeigt auf, dass der Denkansatz bezüglich einer Hoffnung, dass ohne Waffen keine Gewalt mehr stattfindet, falsch ist. Es geht  n u r  um Gerechtigkeit und die Frage, ob das Böse über das Gute siegen darf.
Wer sich für das Gute entscheidet, hat keinerlei Problem damit, eine Waffe zu benutzen oder sie zu bauen.
Es ist wie mit einem Auto: Müssen die Menschen in den Fabriken ein schlechtes Gewissen haben - nur deshalb, weil Autos neuerdings wie eine Waffe benutzt werden? Müssen Küchenmesser verboten werden, weil dadurch in letzter Zeit viele Frauen umgebracht worden sind?
Auch aus der Beantwortung dieser Fragen kann man nur rückschließen, dass es stets auf den 
B e n u t z e r  der Dinge ankommt - nicht auf den Gegenstand selbst. Eine Waffe in den Händen eines Verteidigers richtet niemals Schaden an - nur in den Händen eines Angreifers. 
 
Liebe Grüße von Anand
 
 
 
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#43686
Aw: Ist es möglich 100% authentisch zu leben?
(04.07.2018 15:28)  
 


Tja das ist das Dilemma mit dem relativen und dem absoluten Blickwinkel.
 
Es herrscht Einigkeit darüber, dass es etwas Absolutes gibt - nenne es Gott oder das universelle Bewusstsein oder schlicht das Absolute.
 
Es herrscht Einigkeit darüber, dass Alles - ich differenziere dieses Alles zu alle auftretenden Phänomene - nicht innerhalb, nicht außerhalb, sondern Teil des Absoluten sind und aus ihm hervorgegangen sind.
 
Weil Sprache benutzt werden muss und Sprache nur durch Unterscheidung funktioniert, muss ein Modell bzw. eine Metapher gefunden werden, welche(s) zwar die Wirklichkeit nicht genau abbilden kann, aber ausreichend genau ist, um sich dem wirklichen Sachverhalt ausreichend zu nähern.
 
Die Metapher sei das Meer stellvertretend für das Absolute. Zur Darstellung des Relativen diene die Welle. Abweichend zur üblichen Erfahrung, dass Wellen von Wind erzeugt werden, wird für die Ursache von Wellen eine Eigenbewegung des Meeres definiert. Diese Wellen stehen stellvertretend für alle Phänomene. Phänomene sind also eine Erscheinungsform des Absoluten.
 
Weiterhin muss dem Absoluten die Eigenschaft einer Bewusstheit zugeschrieben werden und zwar in dem Maße, dass das Absolute zu einem gewissen Maße sich seiner selbst bewusst ist. Quasi zu einer gewissen Selbstbewusstheit fähig ist.
 
Wenn das Meer diese Eigenschaft hat, dann hat Welle diese Eigenschaft auch.
 
An Hand dieses Modelles lassen sich nun alle fundamentalen Fragen - bis auf die Ursache des Absoluten selbst - beantworten.
 
Auf die Frage:"Ist es möglich 100% authentisch zu leben?" gibt es aus der Sicht der Welle(n) genauso viel Antworten wie es Wellen gibt und alle haben Recht. {#smiley-wink}
 
Aus der Sicht des Absoluten macht diese Frage keinen Sinn bzw. aus dieser Perspektive könnte auch gefragt werden "Was soll nichtauthentisches Leben sein?". Dazu müsste es ja Teile (Phänomene) geben, die vom Absoluten getrennt sind.
 
Die Diskussionen über Gut und Böse, richtig und falsch entstehen nur aus der Sicht der Welle und nur aus einem Grund - der Welle fehlt das Bewusstsein für seine wahre Essenz.
 
Jetzt gibt es noch eine kleine Hürde zu nehmen. Viele Wellen Glauben, Wissen oder sind überzeugt davon, dass sie Teil des Absoluten sind...ABER...es ist nicht ihr ERLEBEN.
 
Was müsste Welle tun, damit sie WIEDER dieses Erleben bekommt.
 
Welle müsste die Illusion seiner eigenständigen Existenz aufgeben - quasi sterben - so meint sie jedenfalls.
 
Das ist damit gemeint sterbe bevor du stirbst.
 
Erblicken wir das Licht dieser Welt sind wir in diesem ungetrennten Bewusstsein. Das Gehirn der Welle hat einen essenziellen Antrieb. Es will lernen. Es giert nach Wissen bzw. Bedeutungszusammenhängen synonym auch Glaubensvorstellungen, ein Netzt von Glaubensvorstellungen entsteht, eine relative Realität oder auch virtuelle Realität oder die berühmte Illusion entsteht. Was zurück bleibt von diesem Fall aus dem Paradies {#smiley-wink} ist eine Sehnsucht danach.
 
Dieses Netz hat in sich eine fundamentale Glaubensvorstellung von einer eigenständigen (getrennten), stabilen Persönlichkeit. Jedes Rütteln an dieser fundamentalen Glaubensvorstellung löst Widerstand aus.
 
Das bedeutet der Zugang zu der wahren Essenz der Welle ist durch den Holodeckgenerator Gehirn überdeckt.
 
Alle Lehren und Techniken, die dazu dienen der Welle dazu zu verhelfen ihre wahre Essenz wieder zu erkennen, haben den Rückbau der Glaubensvorstellungen zum Ziel. Quasi ein entlernen, vergessen, Nichtwissen. Daher auch der Satz von Erwachten "in ein volles Gefäß kann man nichts hineinschütten".

Besagter Widerstand steht bei jeder Welle in einem mehr oder weniger starken Widerspruch. Die Sehnsucht sagt es stimmt was nicht, während der Widerstand sagt alles ist gut.
 
Ist die Sehnsucht stärker als der Widerstand beginnt die Welle die Suche nach dem Paradies oder dem Glück {#smiley-wink}
 
Wie weit sich die Welle seiner whren Essenz nähern kann hängt von der Stärke des Widerstandes ab und der ist emmens, weil es aus der Sicht des Widerstandes wie sterben anfühlt.
 
Ist die Sehnsuch in der Welle so groß und brennend, dass sie bereit ist durch den virtuellen Tod zu gehen, öffnet sich irgendwann das Holodeck so weit, dass ein Blick auf die wahre Essenz erhascht werden kann. Erwachen beginnt oder wie Buddha es nannte der Stromeintritt ist geschehen.
 
Blaue oder rote Pille?{#smiley-wink}
 
Gruß von Welle zu Welle{#1144616660}
 
Das Brett vor dem Kopf ist von einer Seite durchsichtig.
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#43690
Aw: Ist es möglich 100% authentisch zu leben?
(16.07.2018 13:00)  
 


Tja, alles gar nicht so einfach, es spielt natürlich vieles mit eine Rolle, jeder von uns hat eine andere Meinung, Sichtweise, aber ich denke, das wir sicher alle irgendwo Recht haben.
Meine Meinung ist auch, das sicher jeder für sich aus seinem Besten Wissen und Gewissen handeln wird.
Manchmal denkt man dabei mehr an Andere manchmal mehr an sich.
 
Lieben Gruß Lichtfee
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