Das Leben ist im Grunde etwas Erschaffenes und die Arbeit mehr als nur die Notwendigkeit Geld zu verdienen. Arbeiten bedeutet, an den Aktivitäten unserer Gesellschaft teilzunehmen.
Wird einem ein Teil der Aktivitäten unserer Gesellschaft verweigert (das Recht auf Arbeit), so ist das gleichbedeutend damit, von ihr ausgestoßen zu sein.
Jemand hat den Unterschied zwischen „Arbeit“ und „Spiel“ erfunden. Spiel wurde als etwas Interessantes betrachtet. Arbeit wurde als etwas Beschwerliches und Notwendiges und somit Uninteressantes betrachtet. Aber wenn wir unseren Urlaub haben und „spielen“, sind wir meistens recht froh, in die „tägliche Tretmühle“ zurückzukehren. Spiel ist beinahe ziellos. Arbeit hat eine Zielsetzung
Wenn wir Arbeit und Spiel genauer definieren, sollte Spiel als „Arbeit ohne Zielsetzung“ bezeichnet werden oder „Tätigkeit ohne Zielsetzung“. Dann wäre Arbeit als „Tätigkeit mit Zielsetzung“ zu definieren.
Nimmt man einen Menschen die Arbeit weg, nimmt man somit auch dessen Zielsetzungen weg. Denn Arbeit dient einem Lebenszweck: Überleben. Wird ein Mensch durch den Verlust der Arbeit in seinen Zielsetzungen und Lebenszweck erschüttert, wird dieser unweigerlich verwirrt und krank. Denn ohne jede Zielsetzung inmitten des Lebens, wäre das eigene Dasein in seiner Gesamtheit verhängnisvoll. Teil eines Universums, einer Zivilisation zu sein und doch kein Ziel vor sich zu haben, ist der Weg zum Wahnsinn.
Der Einsatz von Energie, die körperliche Bewegung, die verbrauchte Zeit, die vollbrachten Dinge sind alle von geringerer Bedeutung. Allein, dass man etwas zu tun hat und einen Grund, es zu tun, übt Kontrolle über das Leben aus. Doch wenn man keine Zielsetzung hat, hat man auch keinen festen Boden.
Aber sowohl bei der Arbeit als auch im Leben begegnet man Elemente oder Begebenheiten, die leider entgegen zur Zielsetzung arbeiten, denn… Das Leben hat Wettbewerbscharakter. Klar, eines der höchsten Naturgesetze dieses Planeten ist: Nur der stärkere überlebt/gewinnt. Viele von uns vergessen, dass wir Teil einer Mannschaft sind, die den Namen Menschheit trägt und sich im Wettbewerb mit allen möglichen anderen Dingen befindet, um zu überleben. Wir greifen die Menschen an und greifen unsere Freunde an. Es erscheint uns bei unserer Arbeit nur natürlich, dass es hier und da in der Organisation Leute gibt, die so unsicher bei ihren eigenen Aufgaben sind, dass sie versuchen, Unsicherheit um sich herum zu verbreiten.
Wenn ein Mensch zu tief verunsichert und verwirrt über das Leben und über die Tätigkeiten ist, beginnt er zu „dramatisieren“ und – teils bewusst, teils unbewusst – versucht er, jeden in seiner Umgebung, sowohl im Leben als auch auf der Arbeit, ebenso zu verwirren und mit rein zu reissen.
Eine der Lieblingszielscheiben solcher Leute ist die Arbeit. Obwohl solche Leute meist nicht einmal ihre eigene Arbeit verrichten können, sind sie sehr darauf bedacht, anderen ihre Arbeit zu verleiden. Sie „vermindern die Konkurrenzfähigkeit anderer“, indem sie die Grundlagen anderer Menschen zerstückeln. Zum Beispiel Mobbing. Oder das Überspielen und Ablenken eigener Unsicherheiten und Unwissenheiten durch verunsichern und abwerten der Tätigkeiten anderer. Vermindern und Abwerten der Firma, Vorgesetzten, Kollegen. Alles Dinge, die verwirrend und verunsichernd wirken.
Hütet euch vor diesen Kollegen, die herumlaufen und sich „voller Mitgefühl“ nach eurer Gesundheit erkundigen, da ihr so „überarbeitet“ aussähen. Es ist fast einfacher, „überbummelt“ zu sein als überarbeitet. Hütet euch vor diesen Leuten, die wollen, dass Ihr etwas von der Arbeit zurücktreten und „kürzer nehmen“ sollt, oder sonst wie Arbeitszeiten verkürzen. Das Endergebnis davon lautet: keine Arbeit. Und gebt acht vor Leuten, die immer „von der Firma nimmt“, weil die Firma es „sich ja leisten kann“. Denn Ihr seit ebenso Teil der Firma, und solche Leute versuchen (bewusst oder unbewusst), euch die Stabilität durch Sicherheit, Zielsetzung und Lebenszweck unter den Füssen wegzuziehen.
Gruß 
Aquajade