Liebe NithHaia,
hauptsächlich wird es historisch betrachtet, wohl an patriarchalischen Gesellschaftsstrukturen liegen.
Religion war (in meinen Augen) auch immer ein machtpolitisches Manipulationsinstrument. Und Macht wurde (in der Regel) von Männern ausgeübt. Was lag da näher, als Gott männlich zu bezeugen, damit er mehr Macht ausüben konnte. Hätten Menschen seit der "Erfindung" des Monotheismus an einen weiblichen oder gar geschlechtslosen Gott geglaubt?
Die polytheistischen Religionen hatten es da sicher leichter... Und der Katholizismus versuchte in der Marienanbetung eine Art Ausgleich herbeizuführen (???)
Letzten Endes find ich für mich es schwierig, einer Gottesvorstellung ein Geschlecht zuzuordnen, aber umgekehrt war es auch schon so, da sind wir wahrscheinlich kulturell doch ziemlich stark geprägt.
Hab vor Kurzem "Die Hütte" von William Paul Young gelesen, wo der Erzähler Gott in der Inkarnation einer "großen, dicken Afroamerikanerin mit einem strahlenden Gesicht" begegnet. Ich fand das sehr befreiend.
