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Die Vergebung und Jesus (1 Leser) (1) Gast


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THEMA: Die Vergebung und Jesus
#30250
Aw: Die Vergebung und Jesus
(24.07.2011 12:19)  
 



Papillon schrieb:
Ach ja was ich noch vergessen hab und was meiner Sicht nach glaub ich ziemlich wichtig ist:
 
ja jeder hat innere Konflikte und projiziert diese - mehr oder weniger - unbewusst nach außen. Grundlage dieser Konflikte stellt lt. Buch - kurz zusammengefasst - der Glaube an die Trennung vom Göttlichen Ursprung dar.
 
Zitat Buch:
 
Der Glaube an Trennung ist die Grundlage aller Schuld.
 
Dh. meiner Meinung nach nichts anderes, als dass wir UNS SELBST verurteilen als "nicht mehr zu Gott gehörend" - ja und wenn göttlich gut ist dann ist gezwungenermassen mit der Verurteilung "nicht mehr zu Gott gehörend" die Dualität geschaffen und das "Nichtgöttliche" daher schlecht. Daher verurteilen wir uns selbst laufend massivst - natürlich ziemlich unbewusst.
 
Da die Selbstverurteilung so arg ist, dass wir uns damit kaum damit auseinandersetzen können, brauchen wir immer wieder Projektionsflächen die uns in "abgeschwächter Form" unseren Selbsthass zeigen. (Meine Meinung). Und da kommt das Ego ins Spiel.
 
Zitat Buch:
 
Das Motiv des Ego: Es will, dass wir an unserer Schuld festhalten, indem wir sie auf andere projizieren....
Die Entscheidung, einen anderen anzugreifen, ist in Wirklichkeit die Entscheidung, durch die Mechanik der Projektion an unserer Schuld festzuhalten.
 
Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet,..., dass du es nicht vermeiden kannst, über deine eigene Wirklichkeit zu urteilen, wenn du über die Wirklichkeit anderer urteilst...
 
Und weiter:
 
Darin besteht auch die Bedeutung der Goldenen Regel (Mt 7,12), dass wir andere so behandeln sollten, wie wir von ihnen behandelt werden möchten. Die Regel ist gültig, weil uns andere in unserem Denken so behandeln werden (wir sind immer noch Schöpfer, Anm.), wie wir sie behandelt haben. Unsere Schuld verlangt, dass wir das glauben, unabhängig davon, was sich in dem Denken des anderen abspielt. Wenn wir andere angreifen, verlangen wir danach, dass sie uns ebenfalls angreifen.
 
Was wir geben, ist, was wir empfangen; worum wir bitten, ist, was wir bekommen.
 
lg
 
Papillon
Ich gehe für mich bei dem Text davon aus, das Göttliches und Göttlicher Ursprung nicht personifiziert ist wie bei den Anhängern unterschiedlicher Religionen,
dann bin ich auch der Meinung das wir uns vom Gesammten was ist, getrennt haben und somit die Dualität entstand und wir wieder auf dem Weg zum Ganzen, Licht oder wie auch immer sind.
Das bedarf der Entwicklung und der Heilung. Das schaffen wir durch die "universellen Gesetze" durch Spiegelung, durch Resonanz usw.
Aber ich kann den letzten Satz auch umdrehen: was wir geben, empfangen wir und worum wir bitten das ist so eine Sache, denn wenn wir um etwas bitten, weil wir etwas haben möchten Bsp. einen Partner, sind aber unbewusst noch gar nicht bereit dazu, sondern wollen nicht mehr allein sein, dann bekommen wir ihn sicher nicht. Bsp. Nachbar-Thread Flirt.
Oder wir bekommen einen, mit dem wir lernen können zu verstehen, um was es geht.
( Meine Meinung)
 
H.
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#30252
Aw: Die Vergebung und Jesus
(24.07.2011 12:37)  
 



SchlafesBruder schrieb:
Hallo zusammen!
 
Ich bin neu hier und lese mich ein wenig durch die Beiträge.
 
Das ist eine sehr philosophische Sicht von Feindschaft und in die Realität oft nicht zu übertragen.
Ich habe gerade einen Beitrag im Fernseh gesehen, in dem gezeigt wurde, wie eine tansinische Mutter 17 Tage mit ihren kleinen Kindern durch die Steppe unterwegs war, um die Grenze nach Kenia zu erreichen, wo ein Flüchtlingslager ist.
Der jahrelange Krieg in ihrem Land hat ihr und hunderttausender ihrer Mitbürger jede Sicherheit und Grundlage fürs Überleben genommen.
Dort werden Menschen einfach umgebracht, weil sie einem anderen Stamm angehören.
Wie willst du dieser Mutter begreiflich machen, dass der Feind eigentlich in ihrem Inneren wohnt.
Das ist nur ein Beispiel, um begreiflich zu machen, was ich meine.
Feindschaft ist oftmals etwas, was man kaum beeinflussen kann und was einem aufgedrängt wird.
Die von dir gemeinte Feindschaft nährt sich aus einem inneren Konflikt und davon hat jeder Mensch welche.
Wie heisst das von dir zitierte Buch?
 
 

Hallo lieber SchlafesBruder
 
Diese Mutter geht ihren Weg in Liebe zu ihren Kindern und in Liebe zu sich selber und mit ganz viel Lebensmut und Überlebenswille
Ich gehe mal davon aus Sie schafft ihr Ziel und kommt in Sicherheit an, aber was dann ?
Es ist doch nicht so das dann alles vergessen ist was davor geschehen ist, Todesangst, die Trauer um die Menschen die sei bestimmt verloren hat, das macht was in ihren Inneren.
Da kommt Trauer, Wut, Angst, alles mögliche hoch.
Sie wird auch nicht am Ziel im Paradies landen, sondern muß sich ihr Leben mit ihren Kindern neu aufbauen
So, nun kommen wir an einen Punkt, wo durch das Geschehene Schmerz in ihren Inneren ist, Haß auf die Verfolger, die gefühlte Erfahrung das Leben grausam sein kann und das zu verarbeiten und nicht da drin stecken zu bleiben ist die Herausforderung.
Ein Mensch der solche traumatische Erfahrung gemacht hat, kann nicht sofort mit dem was passiert ist seinen Frieden machen, das muß heilen.
Sie hat nun zwei Wege, den Weg des Hasses, der Rache oder den Weg der Liebe, der Vergebung, das heißt nicht das sie gutheißen muß was ihre Verfolger getan haben aber das sie Frieden in ihren Herzen findet, für sich und ihre Kinder
So Innen wie Außen, wenn sie in ihren Schmerz steckenbleibt wird sie auf Ablehnung stoßen und weitere negative Erfahrungen werden folgen, wenn Sie diesen Kreislauf der Gewalt durchbricht und ihren Weg lernt liebevoll zu gehen wird sie da raus kommen und auch wieder positive Erahrungen machen.
Ich wünsche ihr von Herzen das sie da wo sie angekommen ist auf Menschen trifft die so emphatisch sind ihr auch den Platz und das Verständniss geben für ihre Trauer und Wut, das sie FÜHLT das es auch andere Erfahrungen gibt, Menschen die liebevoll sind und das sie sich in einer neuen Gemeinschaft aufgehoben fühlt.
Das sie es schafft, nicht die Feinschaft die sie erlebt hat weiter zugeben, sondern das sie diesen Kreislauf durchbrechen kann und sieht wieviel Mut und Kraft in ihr steckt dieses überlebt zu haben und das "Wunder" erlebt das da Menschen sind die ihr die Hand reichen und sie dabei unterstützen.
Ich wünsche ihr Menschen, die nicht sagen selber Schuld, da war was in dir drin dadurch hast du das verdient, sei dankbar für die Erfahrung, liebe deine Feinde, sondern ich wünsche ihr Menschen die ihr Trost geben können und helfen diese Erfahrung zu verarbeiten und die sie in ihre Gemeinschaft aufnehmen und nicht alleine lassen mit ihren Erfahrung
 
Liebe Grüße
 
Mara

 
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#30254
Aw: Die Vergebung und Jesus
(24.07.2011 12:40)  
 


Ja Healaria,
 
das ist es. Vieles spielt sich sehr unbewusst ab, was es uns auch oft schwer macht Ursache und Wirkung zu erkennen.
 
Kein Mensch wünscht sich schließlich eine Partnerschaft, damit diese dann als Projektionsfläche herhalten kann. Und doch entwickelt sich fast immer dieses Muster und wird auch unbewusst ausgelebt.
 
Das Unterbewusstsein ist eine sehr große Kraft. Und wer weiß vielleicht unsere größte Chance zu erkennen, dass wir niemals getrennt waren? *grins*
 
Wir bestrafen uns unbewusst alle auf die unterschiedlichsten Arten selbst. (Meine Meinung.) Das Außen dient nur dazu dieser Erkenntnis auszuweichen, jedoch Gedanken und Gefühle verlassen ihre Quelle nicht.
 
Das Tolle daran ist jedoch, dass wir nicht länger Opfer sind und unsere Welt verändern können. Und meine Meinung ist eben, dass dies am einfachste über die Vergebung funktioniert. Allerdings die umfassende Vergebung sich selbst gegenüber.
 
Dann spricht man sich selbst frei von jeder Schuld und ohne Schuld darf man sich wieder als Kind der göttlichen Quelle erkennen...
 
 
Tja -bräucht nur noch so einfach zu sein....*grins*
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#30336
Aw: Die Vergebung und Jesus
(25.07.2011 08:49)  
 


Hallo Papillon,
 
ich hab gerade in "Einführung in Ein Kurs in Wundern" von Kenneth Wapnick gelesen:
 
Zitat: "Die einzige Chance überhaupt, uns unsere Schuld zu vergeben und frei von ihr zu werden, ist, sie in jemand anderem zu sehen und dort zu vergeben. "
 
 
 
 
 
....also sollten wir dankbar für jeden schwierigen Menschen sein, wenn wir es schaffen das Unschuldige im anderen zu erkennen dann erkennen wir das Unschuldige auch in uns.
 
hört sich einfach an....isses aber nicht ;/ aber ich bleibe am Ball... 
 
 
 
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#30349
Aw: Die Vergebung und Jesus
(25.07.2011 10:51)  
 


Hi Catie,
 
vielen Dank für den Beitrag! In der Form war mir das auch noch nicht bewusst, dass wir ausschließlich über die Projektion erkennen und vor allem auch VERGEBEN können. {#flower}
 
lg
 
 
 
 
Letzte Änderung: 25.07.2011 10:52 von Papillon.
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#30360
Aw: Die Vergebung und Jesus
(25.07.2011 12:10)  
 


Ich kann Dir das oben genannte Buch nur ans Herz legen.
Er beschreibt da sehr verständlich wie Projektionen funktionieren und wie man mit ihnen arbeiten kann.
Außerdem erfährt man noch jede Menge über Schuld,warum wir uns schuldig fühlen...und, dass die Schuld nur eine Illusion ist.
 
lg Catie 
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