Lieber Berliner,
eigentlich bin ich auch ein Mensch der viel Stolz hat,
da haben wir etwas gemeinsames.
Mein ist aber kein Nationalstolz,sondern der andere Stolz,
der mir oft im Wege steht.Dies ist aber ein anderes Thema.
Ich liebe auch mein Land,dieses innige Gefühl,die Wärme,
die Menschen und die Kultur die einem ausmacht.
Nur ist dieser begrenzt,da es auch viele Sachen gibt die mich mit
unserer Kultur trennt und in der heutigen Zeit nicht vereinbaren lässt.
Jeder muß das beste für sich heraus kristalisieren und umsetzten.
Und jeden anderen der seine Art und Kultur erhalten möchte ermöglichen.
Ich hatte eine Zeitlang mal im Kinderladen (Kindergarten mit Elterninitiative)
wo meine Kinder waren,den Kindern türkisch beigebracht und die türkische Kultur näher gebracht.
Man beachte es waren "Kindergartenkinder" den ich spielerisch türkisch beibrachte
und mit Theaterspielen,Bauchtänzen mit trommeln und zimpeln tanzen beibrachte.
Die Eltern waren begeistert,
einige kamen sogar früher vorbei damit sie wenn mal Bauchtanz war mitmachen konnten.
Ich wurde dafür von den Eltern persönlich sehr gut bezahlt und wurde sehr begrüßt.
Damit die Kinder Multi-Kulti aufwachsen.
Nicht immer von dem anderen erwarten,
auch mal selber initiative ergreifen andere Kulturen kennen zu lernen.
Was meinst ihr wie ich mich freue,
wenn mein Gegenüber auch mal in meiner Muttersprache mir antwortet!
Unser Schulrektor konnte sehr gut türkisch und war sehr oft in der TR.
Mein Physiklehrer damals hatte sich in eine Freundin aus der Parallelklasse verliebt
und sie später geheiratet.
Sie sind heute noch nach 20 Jahren glücklich verheiratet.
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Zu dem Thema Stolz habe ich da eine Geschichte den ich hier einfügen möchte:
Falscher Stolz
Sie saß alleine in der Küche und hörte im Radio die Nachrichten.
Autounfall auf der B221, betrunkener Fahrer verliert die Kontrolle
über seinen PKW, prallt gegen einen Baum.
Schlagartig gingen ihre Gedanken zurück, genau vor einem Jahr.
Seit einem Jahr lebte sie alleine mit ihren Kindern.
Damals im Winter war ihr Mann bei einem Autounfall ums Leben gekommen.
Wie sie ihn hasste dafür. Er, der immer obenauf stand. Alles wusste. Alles konnte.
Den sie geliebt hatte, aber der ihre Liebe im laufe der Jahre verspielte und eigentlich
wollte sie sich genau in dem Jahr von ihm trennen. Wie das Schicksal manchmal so spielt.
Nach einer Firmenfeier konnte er an seinem Auto nicht vorbei kommen. Mitarbeiter erzählten
ihr später, er war nicht davon abzuhalten in sein Auto zu steigen.
Er wurde sogar handgreiflich als man ihm die Autoschlüssel wegnehmen wollte,
also hat man ihn gewähren lassen. Eigentlich war der Weg nicht sehr lang bis nach Hause.
Aber was er sich einmal in den Kopf gesetzt hatte, war schwer raus zu bekommen. Zu Fuß 20 Minuten.
Mit dem Auto eine Ewigkeit.
Nachts um 2.00 Uhr wurde sie durch den Türgong geweckt.
Sie drehte sich zur linken Seite und wollte ihn wecken, aber das Bett war leer.
Noch nicht richtig wach schlich sie zur Tür und schaute durch den Spion. Polizei?
Um diese Zeit? Sie öffnete die Tür und blinzelte die Herren an.
”Frau Gabriel?”, sprach einer der Männer sie an.
”Ja, was gibt es denn?”, antwortete sie mit verschlafener Stimme.
”Ich muss Ihnen leider mitteilen, das ihr Mann tödlich verunglückt ist.”
Stille. Stille auf beiden Seiten.
Sie bekam damals einen Lachkrampf, als man ihr die Nachricht überbrachte.
Einen hysterischen Lachkrampf voller Wut und Ironie. Hatte er es mal wieder geschafft.
Nun stand sie alleine da. Er hatte sich aus der Verantwortung gezogen.
Klar, er war tot, war ja auch irgendwie traurig, aber warum.
Er hatte sie gequält, nicht mit Schlägen, nein, mit Worten.
Worte, die wie Peitschenhiebe in ihrem Gesicht landeten.
Mit Worten konnte er schon immer gut umgehen.
Nun ist sie nicht mal mehr dazu gekommen, zu fragen Warum?
Ihre ersten Ehejahre waren ein Traum, aber dann mußte etwas passiert sein,
was ihn aus der Bahn geworfen hatte. Statt miteinander zu reden, wurde nur noch gebrüllt.
Er zog sich zurück und ließ keinen Menschen mehr an sich heran; nicht einmal sie.
Ab und zu erwischte sie ihn beim Trinken, das gab es vorher nicht.
Sie war ratlos und ihr gemeinsames Leben plätscherte nur noch so dahin.
Sie fingen an sich zu hassen. Manche Tage dachte sie, fliehen zu müssen,
aber jetzt war er geflohen, für immer und dafür haßte sie ihn.
Die Tage bis zur Beerdigung spürte sie überhaupt nichts.
Ohne jegliche Gefühlsregung erledigte sie die erforderlichen Arbeiten.
Tränenlos brachte sie die Beerdigung hinter sich und obwohl die Wut an ihr nagte,
empfand sie doch Mitleid mit ihm. Mitleid, aber keine Trauer.
Mitleid mit einem Menschen, den sie wohl nie richtig verstand,
zu dem sie keinen Weg mehr gefunden hatte in der letzten Zeit.
Dann vor einem halben Jahr kam ein Brief, adressiert an ihren verstorbenen Mann.
Sie lass den Absender – Dr. Hubert Beiermann, Facharzt für Radiologie.
Es war ein Termin zu einer weiteren Untersuchung.
Ihre Gedanken wirbelten wild durcheinander.
Ihr Mann krank? Das konnte nicht sein. Wieso, weshalb, warum?
Sie ging zum Telefon und wählte die Nummer des Arztes,
er war selbst am Apparat, hörte ihr zu, sprach sein Beileid aus und bat sie,
in der nächsten Woche zu ihm zu kommen.
Bevor sie weiter fragen konnte, legte ihr Gegenüber schon wieder den Hörer auf.
Was sie eine Woche darauf erfahren sollte, war die Ursache für sein verändertes Verhalten,
für seine Aggressivität. Er hatte Krebs.
Fragen über Fragen, aber er konnte sie ihr nicht mehr beantworten.
Nach diesem Besuch führte ihr Weg zum Friedhof.
Sie stand an seinem Grab und redete auf einen Toten ein.
Wollte eine Antwort von ihm.
“Warum hast du nicht mit mir darüber geredet?
Du warst schon immer stolz gewesen, aber das hier war ein falscher Stolz.“
Und zum ersten mal konnte sie weinen.
Heidelind Matthews
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Berliner:
..ich möchte keine Grundsatz-Diskussionen hier entfachen
(aber vielleicht sollte man hier einen Extra-Tread diesbezüglich einrichten?).
Können wir gerne machen wenn du magst,kein Thema!
Berliner:
1. Richtig ist, daß in keinster Weise ein Ausländer Schuld hat -
lediglich die Politiker haben mit der Umsetzung ihrer Migrations- und Integrationspolitik
hier versagt und geben mit ihrem Versagen das Futter für die sogenannte Ausländerfeindlichkeit.
2. Falsch ist meines Erachtens nach schon, ein Mischung der Schulklassen ohne "gewisse Voraussetzungen"
mit verschieden stämmigen Schülern (und das beweist uns PISA),
da die Ausgangsvoraussetzungen nicht die gleichen sind,
und wenn es eben die sprachliche Entwicklung betrifft,
da damit die Lerngeschwindigkeit sinkt -
letzt endlich damit die Lernziele nicht erreicht werden.
(und ich spreche hier aus persönlichen Erfahrungen mit meinem Sohn)
Das soll jedoch in keinster Weise bedeuteten, daß ich der Meinung bin,
die "Ausländer" wären an der "Pisa-Problematik" schuld - NEIN, die gesamte politische Entwicklung ist Schuld!
Ah ja,
mein Daddy war NICHT bei der Pisa Bewertung dabei!!!
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Ich gehe davon aus das du Rückschluß auf den Bericht von Spiegel Special Zeitschrift zum Thema Bildungspolitik hindeutest,
den ich hier vor mich liegen habe.Pfusch am Kind? Oder?
Ich habe diesen Bericht auch bei Google rausgesucht und kopiert,
wem das wirklich interessiert hier:
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1.
These
Zu wenig Integrationsdruck auf nichtdeutsche Schüler
Die fatale Entwicklung begann, erstens, mit der Weigerung konservativer Politiker,
dem Volk einzugestehen, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist.
Obwohl seit den sechziger Jahren Zigmillionen so genannter Gastarbeiter und Aussiedler,
Asylbewerber und Flüchtlinge ins Land geströmt sind und der Ausländeranteil in der Bundesrepublik (nahezu 9 Prozent)
weit über dem EU-Schnitt von fast 5,4 Prozent liegt, wird die schulische Integration der
"Kinder nichtdeutscher Herkunftssprache" (Amtsdeutsch) noch immer sträflich vernachlässigt.
Die "defizitäre Lage" der Migrantenkinder ist nach Ansicht von Professor Hakki Keskin,
Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland, eine der Hauptursachen der Pisa-Pleite.
Ertekin Özcan, Vorsitzender der Föderation türkischer Elternvereine in Deutschland, rügt:
"Auch nach 40 Jahren Migration hat sich das deutsche Bildungssystem nicht darauf eingestellt,
dass hier nichtdeutsche Kinder zur Schule gehen."
In einzelnen Stadtteilen von Berlin etwa oder im Ruhrpott liegt der Anteil ausländischer
Schulanfänger bereits über 75 Prozent, und viele kennen am ersten Schultag nicht einmal das Wort Schultüte.
Im Berliner Wedding beispielsweise beherrschen drei von vier nichtdeutschen Erstklässlern die Unterrichtssprache nicht oder nur unzureichend.
Aufgewachsen sind die meisten dieser Kinder in einer abgeschotteten Parallelgesellschaft,
bei der alle TV-Schüsseln nach Südosten ausgerichtet sind und heiratswillige Männer fügsame,
frisch aus der Türkei eingeflogene Bräute bevorzugen; die Import-Mütter wiederum sind außer Stande,
ihren Kindern Deutsch beizubringen. Vier Fünftel aller türkischen Eltern seien,
bedauert Verbandschef Özcan, wegen unzureichender Sprachkenntnisse nicht in der Lage,
an Elternabenden teilzunehmen.
Der Sprachrückstand der nichtdeutschen Abc-Schützen lässt sich während
der Schullaufbahn kaum ausgleichen. Schlimmer noch:
Das Deutschdefizit erschwert massiv den Erwerb von Kenntnissen in anderen Fächern,
etwa in Mathematik oder den Naturwissenschaften.
Einem Großteil der so produzierten doppelten Halbanalphabeten,
die weder richtig Deutsch noch richtig Türkisch können,
bleibt wegen schlechter Zeugnisse der Zugang zum Berufsleben verschlossen.
Ohne Ausbildungsplatz stehen bereits jetzt 40 Prozent der Schulabgänger türkischer Herkunft ---
S.10 da (gegenüber 8 Prozent der deutschen).
Mit ihrer "Kanak Sprak", wie der deutsch-türkische Schriftsteller Feridun Zaimoglu
das Kauderwelsch nennt, können sich zwar die Cleversten auf ihrem Kiez einigermaßen durchschlagen.
Aber nicht selten ist der "Rückzug in die eigene Ethnie", den Soziologen konstatieren,
verbunden mit einem Abstieg in die Halb- oder Unterwelt;
männliche türkische Jugendliche werden fast doppelt so oft wie ihre deutschen Altersgenossen zu Mehrfachstraftätern (SPIEGEL 45/2001).
Bei alledem scheint es sich um eine spezifisch deutsche Fehlentwicklung zu handeln.
Denn obgleich die Schulen anderer Industrieländer ähnlich hohe Zuwandereranteile zu verkraften haben,
schneiden Staaten wie Kanada oder England bei Pisa deutlich besser ab als Deutschland.
Das liegt vor allem daran, dass die klassischen Einwanderungsländer seit Jahrzehnten
die Immigration mit Hilfe von Quoten und Qualitätskriterien penibel zu regeln verstehen;
der Anteil völlig ungebildeter Zuwanderer hält sich dort in Grenzen. Ohnedies sprechen viele der Inder,
Pakistaner oder Ostafrikaner, die etwa Großbritannien ansteuern, von vornherein die Sprache des Gastlandes -
im Gegensatz zu den meisten Türken und Kurden, Mazedoniern oder Bosniern, die in die Bundesrepublik kommen.
Vor allem aber: Während beispielsweise beim Pisa-Sieger Finnland nur eingeschult wird,
wer die dortige Landessprache versteht, verzichtet die Bundesrepublik darauf,
die Zuwanderer und deren Nachwuchs rechtzeitig in Sprachkurse zu drängen -
aus "falsch verstandener Rücksichtnahme" auf Kultur und Tradition der Immigranten,
wie OECD-Chefauswerter Schleicher urteilt.
Die Niederlande etwa so Schleicher, verfahren da viel rigider als deutsche Multikulti-Träumer -
mit dem Resultat, dass Integration dort trotz höheren Ausländeranteils "besser und schneller" gelinge;
Einwanderer in Holland haben deutlich größere Bildungs- und Berufschancen.
Dennoch hat bislang kaum ein Bundesland die nahe liegende Konsequenz gezogen,
rechtzeitig vor der Einschulung so genannte Sprachstandsmessungen vorzunehmen und ausländischen Kindern
(aber auch benachteiligten deutschen) gegebenenfalls so lange Förderkurse zu verordnen, bis sie schulreif sind.
Demselben Zweck könnte ein flächendeckendes Angebot an gebührenfreien Kindergartenplätzen dienen.
Doch auch eine solche Reform war in der familienfeindlichen Bundesrepublik bislang allenfalls Gegenstand
politischer Debatten in Kirchenakademien und auf Parteitagen.
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Wer noch weiter lesen möchte,hier ist der passende Link dazu:
http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?titel=Pfusch+am+Kind&id=24250880&top=SPIEGEL&suchbegriff=erziehung&quellen=&qcrubrik=bildung
Sei ganz lieb gegrüßt
In Liebe
Meryem