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Aw: der anthroposophische Seelenkalender (1 Leser) (1) Gast



 
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THEMA: Aw: der anthroposophische Seelenkalender
#41580
der anthroposophische Seelenkalender
(01.12.2013 13:09)  
 


Ich benutze ihn schon seit Jahren als Resonanzmeditation. 
Steiner hatte ihn geschrieben, um den Rhythmus zwischen Menschenseele und Weltenseele im Jahreslauf darzustellen. Klar, ein wenig sollte man die anthroposophische Weltsicht kennen, um damit praktizieren zu können. Wenn jemand mag, würde ich gern dieses Thread nutzen, um sich über den Seelenkalender (und auch dessen Hintergrund) ein wenig auszutauschen.
In meinem Block sind die beiden vorigen Wochensprüche.
Derjenige dieser Woche (Nr 35) vom 1.12. - 7.12.
 
Kann ich das Sein erkennen,
dass es sich wiederfindet
im Seelenschaffensdrange?
Ich fühle, dass mir Macht verlieh’n,
das eigene Selbst dem Weltenselbst
als Glied bescheiden einzuleben.
 
Das Thema, des ersten Satzes, ist nicht "Gott", sondern "das Sein", das Leben, in seinem geistig-physischen Zusammenspiel. Nehme ich es so wahr, wie es "wirklich" ist?
Hilfreich ist mir dabei die östliche Vipassana- (Achtsamkeits-) meditaiton, die den Focus auf die objektive Realität und deren Widerspiegelung in der Seele legt.
"das es (!) sich wiederfindet" - es geht also nicht um meine subjektive Projektion, sondern um meine Wahrnehmung der objektiven Realtiät.
Im zweiten Satz spielt das eigene Selbst eine Rolle. 
Zum Verständnis: im anthroposphischen Weltbild, besteht der Mensch aus verschiedenen Wesensgliedern. Dem physischen Leib, den Lebensleib, den Seelenleib / der Verstandesseele, der Empfindungsseele, der Bewusstseinseele. Diese dreifaltige Seele entsteht durch die Arbeit des ICH (des Seelenkernes) in den drei Leibern und diese trägt wiederum die drei geistigen "Leiber", welche das ICH durch die Inkarnationen hindurch entwickelt, schon keimhaft in sich. Das Selbst ist also die dreifaltige Seele mit dem ICH als Bewusstseinszentrum, welche durch den physischen Leib mit der physisch/mineralischen Welt und durch den Lebensleib mit der organischen Welt verbunden ist. 
Im Jahreslauf ist der späte Herbst und der Winter, die Zeit, in der das Selbst weniger von der Außenwelt und deren Prozesse "eingefordert" ist (dem natürlichen Jahreslauf, nicht dem der menschlichen Kultur), und sich besser auf sich selber besinnen kann.
In der Meditation kann sich also beim zweiten Satz die Besinnung auf den eigenen "Wert", den eigenen Wesensmerkmalen und deren Wertigkeit für das Weltganze einstellen.
 
Der Doppelsatz hinterfragt also einmal die Beziehung zwischen innerer und äußerer Realität - und die Wertigkeit des eigenen Selbst.
 
Zum Verständnid des Threads selber noch: ich bin kein Anthroposoph, das ist hier also keine Werbethread für die Anthroposophie. Aber ich finde es hilfreich, sich mit den verschiedenen Weltsichten auseinanderzusetzen, das öffnet den eigenen Horizont und vieles ist hilfreich.
 
also wer mag - über sachliche Texte, oder auch einen Erfahrungsaustausch der Meditationstexte, würde ich mich freuen.
Kleiner Nachtrag:
Wer sich näher zur Anthroposophie informieren will:
wäre dann eine mögliche Adresse
 
Letzte Änderung: 01.12.2013 13:32 von .
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#41634
Aw: der anthroposophische Seelenkalender
(08.12.2013 18:06)  
 


Woche vom 8.12. - 14.12. 2013 / Nr 36
 
In meines Wesens Tiefen spricht
zur Offenbarung drängend
geheimnisvoll das Weltenwort:
Erfülle deiner Arbeit Ziele
mit meinem Geisteslichte,
Zu opfern dich durch mich.
 
Den Alltag aus dem Geiste heraus zu gestalten im Sinne der Weltvernunft, dem Weltensinn, dem Urwort (OM) oder dem Logos, ist für mich die Grundaussage des Textes.
In der griechischen Philosophie (vor allem Plato) ist es der Gesamtsinn des Kosmos. Für die alten Hebräer was es die Chokma, die Weisheit der Elohim.
Der letzte Satz weist dann auf die Einheit von Atma und Brahma, von Einzelseele und Weltenseele hin (in meiner Wahrnehmung)
 
 
Letzte Änderung: 08.12.2013 18:08 von .
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