Aw: Der Sonnenschein im Gánzen (1 Leser) (1) Gast
Beliebt: 9
|
|
|
THEMA: Aw: Der Sonnenschein im Gánzen
|
| |
Der Sonnenschein im Gánzen
|
(27.02.2010 17:43)
|
|
Der Sonnenschein im Ganzen
Eines Tages schien ein Strahl goldenen Sonnenlichts auf einen Felsen. Eine Weile lang tanzte er drauf herum, freute sich seines Daseins und war glücklich, so dahin scheinen zu können.
Plötzlich erschien in seinem Licht ein dunkler Schatten. Der kleine Sonnenstrahl wurde davon buchstäblich verdunkelt.
Dieser Schatten erzeugte eine machtvolle Schranke, die der kleine Sonnenstrahl nicht zu durchdringen vermochte.
Bestürzt sagte der kleine Sonnenstrahl: "Wieso wirfst du hier einen Schatten hin? Wieso darf ich nicht weiterhin auf diesen Felsen scheinen?"
Der Schatten antwortete nicht, sondern wurde dunkler und dunkler.
Der kleine Sonnenstrahl schaute sich um und sah eine dunkle Wolke herbeischweben, und er erkannte, dass der Schatten ganz einfach wegen der Wolke dar war.
Der Sonnenstrahl sagte zur Wolke: "verzeiht mir, Frau Wolke, doch sie werfen einen Schatten auf den Felsen, und ich kann nicht mehr darauf scheinen. Ich scheine gerne auf die Felsen auf der Erde. Könnten Sie bitte vorbei eilen, damit ich das bald wieder tun kann?"
Die Wolke, die ziemlich mächtig, groß und dunkel war, sagte: "Wieso sollte ich mich beeilen, kleiner Sonnenstrahl? Ich bin viel mächtiger als du. Siehst du, wie ich deinen Strahl zu verdunkeln vermag? Ich habe so viel Kraft und Macht, dass mich nichts stoppen kann! Ich mache, was ich will, und ich will mich nicht beeilen. Ich will hier bleiben, so lange ich will!"
Der kleine Sonnenstrahl blickte ein wenig traurig. Doch plötzlich bemerkte er, wie ein kräftiger Wind aufkam und die Wolke sich ziemlich rasch fortbewegte.
Nun konnte der kleine Sonnenstrahl wieder auf den Felsen scheinen. Er war sehr dankbar und sagte zum Wind :"Ich danke dir vielmals. Du hast die dunkle Wolke weggeschoben, und nun kann ich wieder auf die Felsen auf der Erde scheinen!"
Der Wind seufzte und antwortete: "Wenn wir uns von unserer eigenen Macht zu sehr gefangen nehmen lassen, werden wir immer irgendwann von ihr weggeblasen. Wenn wir die Bedürfnisse der anderen nicht sehen können, dann wird die Macht , die wir ausdrücken, uns nicht mit dem Ganzen verbinden, sondern durch das Zusammenwirken des Ganzen weggeblasen. Anders gesagt: Du hast mich gerufen aufgrund deines Wunsches, auf die Erde zu scheinen. Ich habe auf die Qualität des Scheinens reagiert, die du repräsentierst.
Die Wolke muss viel über Zusammenarbeit im Ganzen lernen. Wenn wir zusammenarbeiten und andere unterstützen, dann werden das Ganze und seine verschiedenen schöpferischen Elemente auf unsere Bemühungen reagieren. Erinnere dich daran, kleiner Sonnenstrahl: Deine Freude und dein Licht treten hervor, wenn die Wolken, die dich verdunkelt haben, weggereinigt wurden, und das Mittel, um sie wegzureinigen, ist das wechselseitige Zusammenwirken, die Zusammenarbeit des Ganzen, das deine Bemühungen unterstützt! Scheine nun weiter, kleiner Sonnenstrahl, scheine nun weiter!"
Der kleine Sonnenstrahl fuhr also fort, auf die Felsen zu scheinen, und er wusste, dass jeder Schatten, der seinen Strahl zu verdunkeln trachtete, durch das Ganze entfernt wird, weil es das Bemühen zu scheinen und zu strahlen unterstützt!"
Quelle:
Eine Fabel von
Lenduce/Janet McClure
Lichtfokus Nr. 1 2003
|
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren! |
|
| |
Aw: Der Sonnenschein im Gánzen
|
(28.02.2010 13:00)
|
|
Der gestohlene Esel
Jemand hatte den Esel des Mullah gestohlen.
Rasend vor Wut rannte der Bestohlene auf den Markt und schrie dort mit lauter Stimme: "Derjenige, der meinen Esel gestohlen hat, bringt ihn mir sofort zurück." Erregt, mit hochrotem Kopf und angeschwollenen Halsadern brüllte der Mullah weiter: "Wenn ich meinen Esel nicht auf der Stelle zurückbekomme, werde ich etwas vollkommen Unvernünftiges tun."
Die umherstehenden Leute waren sehr erschrocken. Und mit einem Mal stand der Esel auf dem Markplatz. Niemand wusste, wer ihn gebracht hatte oder wie das Tier dort hingekommen war.
Die Menge war beruhigt und zerstreute sich. Ein älterer Mann aber wandte sich an den Mullah: "Sage mir, was hättest du denn getan, wenn du deinen Esel nicht sofort wieder bekommen hättest?"
Der Mullah antwortete: "Was hätte ich schon gemacht? Ich hätte mir einen neuen Esel gekauft – aber das wäre bei dem schmalen Geldbeutel, den ich habe, mehr als unvernünftig gewesen, oder?"
(gefunden in: Der Kaufmann und
der Papagei von Nossrat Peseschkian,
leicht umgeschrieben )
|
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren! |
|
| |
Aw: Der Sonnenschein im Gánzen
|
(06.03.2010 14:55)
|
|
Auf der Suche nach Gott
Es geschah in diesen Tagen, dass ein Mensch sich aufmachte um Gott zu suchen.
Sein Weg führte ihn durch viele prächtige Kirchen. Jeder Priester dieser Paläste
behauptete Gott zu kennen. Der Mensch hörte sich viele Versionen von sonderbaren Geschichten an,
nur zufrieden wollte er sich damit nicht geben. So wanderte er von Land zu Land und von Volk zu Volk. Er sah die schrecklichen Kriege die man angeblich im Namen dessen führte,
den er nur aus Büchern kannte. Er weinte über die vielen Toten – getötet im Namen des Herrn über Himmel und Erde.
Verzweifelt und ausgebrannt beschloss er, die Suche aufzugeben.
Diesen Gott wollte er nicht, brauchte er nicht. Er hatte genug gehört und gesehen.
Wenn da nur diese innere Unruhe nicht wäre, diese Gewissheit dass das Leben doch einen
Sinn haben müsse.
Erschöpft ließ er sich im Wald an einem kleinen Bach nieder um seinen Durst zu stillen.
Als er sich hinab beugte um das frische Wasser zu trinken hörte er plötzlich eine Stimme.
„Oh Menschenkind, du suchtest an falschen Orten,
man kann mich nicht finden in Kirchen und Worten.
Ich bin in der Blumen duftendem Blüh´n,
in den Sternen am Himmel die für alle glüh`n,
du findest mich im Sturm aber auch im Wind
in Licht, Luft und Sonne, Tau und Regen der rinnt.
Ich bin in der Vögelein Gesang
im Lachen der Kinder wie Glockenklang!
Auch findest du mich bei den Ärmsten der Armen
in jedem Menschen der noch fühlt das Erbarmen
auch bin ich im Baum bis zum kleinsten Blatt
im Saatkorn was aufgeht um zu machen dich satt.
Auch bin ich dein Heimweh, deine Sehnsucht, dein Hoffen
verschließe dein Herz nicht, lass es für mich offen
dann können wir stets miteinander reden
wer fest an mich glaubt , nennt dies auch beten.
Einen ständigen Dialog mit dir
liebes Menschenkind das wünsche ich mir.
So plötzlich diese Stimme zu hören war, so schnell verstummte sie auch während auf dem Bach ein helles Licht tanzte. In dem Suchenden machte sich ein großes Glücksgefühl breit.
Er bewunderte die Schönheit des Waldes, hörte mit Freude das Singen der Vögel und machte sich beschwingt auf den Heimweg.
Und mal ganz unter uns gefragt: „Was kann es Schöneres geben als zu erkennen, wie göttlich
unser Leben sein kann, wenn man auf seine innere Stimme hört?“
© Celine Rosenkind
|
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren! |
|
|
|
| |
|