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Aw: Karma und freier Wille (1 Leser) (1) Gast



 
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THEMA: Aw: Karma und freier Wille
#11961
Karma und freier Wille
(30.05.2010 11:50)  
 


Um das Jahr 300 vor Christus lebte in Athen der griechische Philosoph Zenon.Eines Tages erwischte der Philosoph seinen Sklaven beim Stehlen. Er wollte ihm eine Lektion erteilen und ihn wegen des Diebstahls schlagen.

Der Sklave, selbst ein kleiner Philosoph, sagte: "Zenon, warum schlägst du mich? Es war vorherbestimmt, dass ich stehlen musste."

Schnell erwiderte der Philosoph Zenon: "Und es war Schicksal, das ich dich wegen des Diebstahls schlagen musste!"

Diese Geschichte ist für die Menschen bedeutungsvoll, die über die Frage des Karmas nachdenken und oft meinen, dass sie wegen ihres Karmas etwas Falsches gemacht hätten. Sie neigen dazu, das Gesetz des Karma mit dem freien Willen zu verwechseln.

Die Heiligen sagen, dass die Menschen 25 % freien Willen haben. Die anderen 75 % von dem, was uns im Leben widerfährt, geschehen aufgrund der Rückwirkungen unserer vergangenen Handlungen.

Die karmischen Ereignisse in unserem Leben sind Rückwirkungen aus der Vergangenheit. Es sind normalerweise Reaktionen, die uns widerfahren. Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen eignet sich unerwartet und ohne Grund ein Unfall. Wir arbeiten vielleicht hart, um uns den Lebensunterhalt zu verdienen, und plötzlich sind wir finanziell ruiniert. Wir bemühen uns gute Menschen zu sein, und dennoch erleben wir etwas Schlechtes. Das Gesetz des Karma beruht auf dem Glauben, dass dies scheinbar unerklärlichen Ereignisse in unserem Leben Rückwirkgungen aus der Vergangenheit sind, die wir entweder früher in diesem Leben oder in einem vergangenen Leben verursacht haben.

Manchmal bemühen wir uns kaum, um etwas Bestimmtes zu erhalten, doch wir haben eine Glückssträhne und gewinnen einen Preis, wir erhalten plötzlich Geld oder wir begegnen einem besonderen Menschen, in den wir uns verlieben und den wir dann heiraten. Aus dem Nichts heraus geschehen plötzlich Glücksfälle. Alle diese Ereignisse, ob gut oder schlecht, die ohne unser Zutun eintreten, sind normalerweise das Ergebnis unseres vergangenen Karmas.

Manche Menschen verwenden Karma als Ausrede, um etwas Schlechtes zu tun, doch wenn es darum geht, dass wir uns in einer bestimmten Situation entscheiden, so oder so zu handeln, dann fällt dies gewöhnlich unter den freien Willen. Es ist nicht vorherbestimmt, dass wir das Gesetz brechen oder dass wir jemanden verletzen oder dass wir stehlen. Solche Entscheidungen teffen wir in unserem Leben selbst. Wir können Gott und unser Karma nicht für unsere Fehler zur Rechenschaft ziehen. Wir bringen unsere eigene Persönlichkeit in unser Leben mit, doch was wir tun, ist eine Entscheidung aufgrund unseres freien Willens.

So wie Zenon und sein Sklave das Schicksal als Ausrede dafür hernahmen, etwas Falsches zu tun, werden auch wir, wenn wir dasselbe tun, unweigerlich die Reaktion erhalten. Unser ursprünglicher Fehltritt mag vielleicht aus freien Stücken geschehen, doch die Konsequenz ist dann eine karmische Schuld, die wir eingegangen sind.

Wenn wir durch unser Leben gehen, können wir nach dem Prinzip "seid gut" leben. Wir haben den freien Willen, um uns zwischen gut und schlecht zu entscheiden. Wir müssen für unsere Handlungen Verantwortung übernehmen. Was immer wir auswählen, wir ernten die Belohnung oder eine Bestrafung.

Anstatt unsere Zeit mit Überlegungen zu verbringen, was unser Karma und was der freie Wille ist, sollten wir es dabei belassen, dass wir Entscheidungen treffen müssen und dass wir uns immer für das Gute anstatt für das Schlechte entscheiden sollten.


Aus dem Buch "Spirituelle Perlen für ein bewusstes Leben"

Sat Nam
Tera
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#11969
Aw: Karma und freier Wille
(30.05.2010 13:48)  
 


Das finde ich gut geschrieben, die Methapher (Geschichte) dazu gefällt mir.

Ich denke es ist sehr schwer in Prozente auszudrücken was Karma ist und wo es unser freier wille ist.

Den Schlußsatz finde ich sehr sehr schön, egal ob Karma, oder freier Wille entscheiden wir uns das Gute zu tun.
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#12016
Aw: Karma und freier Wille
(31.05.2010 15:38)  
 


Hallo, Mara...!
Hallo, Tera...!

Ich denke, dass du hier keine Frage zur Diskussion stellen willst, denn die Antworten gibt der Text sofort selbst..
Und wenn ich die philosophischen Einlassungen deiner anderen Treads bedenke, rundet sich das Bild hier weiter ab.

...Seit gut....oder Liebe deinen Nächsten...Das macht keinen Unterschied..

Ich nehme auch nochmal Bezug auf den Tread ...Was ist Zeit?...

Die Frage, die du da aufgeworfen hast, war nach der Gleichzeitigkeit bzw. Vegangenenheit/Gegenwart...

Auch hierzu finde sich ein Bezug in diesem Text...

Wir empfinden die Zeit immer mit der menschlichen Vorstellungskraft, die die Zeitabläufe arg verlangsamt..
Wenn wir uns von dieser Zeitauffassung lösen und begreifen, dass unsere Jahrzehnte in einer anderen Dimension nur Augenblicke sein können, dann geschehen Leben gleichzeitig, bzw. in kurzen Zeitabständen hintereinander...
Warum soll man dann nicht von dem vorherigen Leben lernen?

Löse dich in der Betrachtung von deiner momentanen irdischen Form...sie ist einfach zu begrenzt..

Denk an ein Spiel "Mensch ärgere dich nicht" ... Du verlierst, wirst herausgeworfen und beginnst wieder bei Start.. In der nächsten Runde hast du deine Taktik geändert, bist vorsichtiger und gewinnst.. Denkst du, die blaue Puppe, die du führst, kann sich an etwas erinnern? DU aber hast gelernt...





...alles nur meine unbedeutende Meinung... Ich erhebe keinen
Anspruch auf die Wahrheit
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#12040
Aw: Karma und freier Wille
(01.06.2010 08:55)  
 


Zaunreiter60 schrieb:

Denk an ein Spiel "Mensch ärgere dich nicht" ... Du verlierst, wirst herausgeworfen und beginnst wieder bei Start.. In der nächsten Runde hast du deine Taktik geändert, bist vorsichtiger und gewinnst.. Denkst du, die blaue Puppe, die du führst, kann sich an etwas erinnern? DU aber hast gelernt...

;)



...alles nur meine unbedeutende Meinung... Ich erhebe keinen
Anspruch auf die Wahrheit


Das Beispiel bringt was bei mir zum Klingeln - eine Resonanz. Fühlt sich sehr wahr an.

Danke Zaunreiter
LG
Marquesta
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